Auf und neben der Strasse

Die Strasse ist bei uns Modellbahnern nicht unbedingt das Lieblingsthema und doch ist sie von der Modellbahnanlage nicht weg zu denken. Diese Strassen wollen auch mit einem interessanten und authentischen Verkehr ausgestattet werden.

Beim MECF waren im Strassenverkehr bis anhin hauptsächlich Fahrzeugmodellen aus  den achtziger und neunziger Jahren zu finden. Daher entschlossen wir uns, die Strassen den aktuellen Begebenheiten anzupassen. Aufgrund des hohen technischen Aufwandes und den vorhandenen Einschränkungen verzichteten wir jedoch auf die Realisierung eines bewegten Verkehrs á la Miniatur-Wunderland. Jedoch, so das Ziel, soll jedes Fahrzeug gesupert werden. Das Supern umfasst für parkierte Fahrzeuge eine farbliche Behandlung des Innenraumes, Anbringen der Nummernschilder und teilweise das Öffnen von Türen. Die Fahrzeuge im Strassenverkehr wurden zusätzlich mit einer Beleuchtung und Passagieren ausgestattet.

Bei der Auswahl der Fahrzeuge wurde auf eine möglichst dem Vorbild entsprechende Vielfalt geachtet. Nebst der Durchmischung der Fahrzeugtypen wurde versucht, nicht nur deutsche Automarken zu verwenden.  Diese werden von den bekannten Modellhersteller angeboten (Herpa, Wiking, Busch usw.). Eine gute Alternative ist da Rietze. Ein weiterer Punkt ist die Farbe der Personenwagen: Diese ist zurzeit meist schwarz, weiss oder silbergrau.

Beleuchtete Fahrzeuge

Der aufwendigste Teil des Supern ist die Ausstattung der Fahrzeuge mit Front- und Rücklichtern. Dazu wurden SMD-Leuchtdioden der Grössen 1.6 x 0.8 mm und 2.0 x 1.25 mm mit Lackdraht (Durchmesser 0.1 und 0.2 mm) bedrahtet. Die so vorbereiteten Leuchtdioden wurden von innen  mit Schnellkleber auf die Scheinwerfer geklebt.

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Bei Modellen mit Metallgehäuse (z.B. Schuco) sind die Rücklichter auf das Gehäuse aufgedruckt. Um die Rücklichter bei diesen Modellen anzubringen mussten diese aufgebohrt und runde Mini-Leuchtdioden mit einem Durchmesser von 1.8 mm eingeklebt werden.

Ein Teil der Lastwagen erhielt auch Positionslichter. Das sind die orangen Markierungen auf der Seite des Fahrzeuges. Für diese Lichter kamen SMD-Leuchtdioden von der Grösse 1 x 0.5 mm zur Anwendung. So ist ein Anhängerzug z.B. mit 16 Leichtdioden als Positionslampen ausgestattet. Da die Gehäuse der Leuchtdioden durchsichtig sind, was ja nicht dem Vorbild mit den orangen Lampengehäusen entspricht, wurden die Dioden mit orangen Folienschreiber bemalt.

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Nummernschilder und Passagiere

Die Herstellung der Nummernschilder erfolgte mit Hilfe eines Tintenstrahldruckers und Fotopapier. Die Schilder wurden in einem Grafikprogramm gezeichnet, ausgedruckt und ausgeschnitten. Um die störenden weissen Schnittkanten zu vermeiden wurden diese mit schwarzem Aquarell-Farbstift eingefärbt.

Als Passagiere und Chauffeure kommen die handelsüblichen Preiserlein zur Anwendung. Meistens mussten diese der Beine beraubt werden, damit sie in das Fahrzeug passen. Nicht immer erreichten die Chauffeure mit ihren Armen das Lenkrad, weshalb manchmal mit dem Lötkolben nachgeholfen werden musste.

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Szenen neben der Strasse

Um die Modellbahnanlage neben den Geleisen und Strassen mit Leben zu füllen wurde an diversen Modellen die Türen, Heckklappen oder Planen geöffnet, respektive zur Seite geschoben. Da dies einen direkten Einblick in die Innereien eines Fahrzeuges gewährt, musste auch der Innenraum eines Fahrzeuges entsprechend ausgerüstet werden.

So wurde beispielsweise am Zügellastwagen „Peterli  AG Winterthur“ die Laderampe geöffnet. Mit „öffnen“ ist dabei das Aufsägen des Kunststoffaufbaus sowie die Herstellung der Laderampe aus Messing und Polystyrol gemeint. Selbstverständlich ist der Laderaum mit Selbstbaumöbel aus Polystyrol und Ikea-Zügelkisten aus Halbkarton ausgestattet.

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Eine weitere Szene ist das Jungheinrich Servicefahrzeug. Um am Jungheinrich Stapler (Herpa) einen Service durchzuführen muss das Servicefahrzeug (VW-Bus, Rietze) auch mit entsprechendem Werkzeug ausgerüstet sein. Die Innenausstattung, inklusive Schraubstock, entstand wiederum im Selbstbau aus Polystyrol und Messing. Die Farbgebung erfolgte mit Airbrush  und den wasserlöslichen Farben von Revell. In der gleichen Bauweise wurden noch weitere Fahrzeuge realisiert, wie beispielsweise ein Opel Zafira mit geöffneter Motorhaube.

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Welcher Modellbauer kennt das nicht: Ein Bauteil fällt auf den Boden und jede Suchaktion nützt nichts, insbesondere, wenn das Teil aus durchsichtigem Kunststoff besteht. Das ist so geschehen beim Einkleben der Leuchtdioden auf das Scheinwerferglas eines Personenwagens. Um dem Manko des fehlenden Schweinwerfers abzuhelfen wurde aus diesem Wagen mit Hilfe eines Heissluftföhns kurzerhand ein Unfallauto gemacht. Da der Wagen schon längere Zeit hinter der Autogarage steht, musste die passende Blache her, um das Auto abzudecken. Zur Herstellung der Blache wurde das Modell zuerst mit Frischhaltefolie eingepackt, mit einer Lage eines Kleenex-Tüchleins zugedeckt und mit einem Wasser-Leim-Farbgemisch bemalt. Nach dreimaligem Wiederholen des Vorgangs und dem Trocknen konnte die Blache vom Auto entfernt und zurechtgeschnitten werden. Schlussendlich erfolgte noch die Befestigung der Blache mit Seilen am Auto.

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Das Resultat

Ehe man sich versieht, kennt man als bekennender Eisenbahnfan nach einem halben Jahr Auto-Supern die Marken der Autos auf der Strasse…

Was noch bleibt ist der Einbau aller Fahrzeuge auf der Anlage und das Arrangieren der Szenen mit den Fahrzeugen. Um die Beleuchtung der Fahrzeuge zu steuern wird zudem an einer Animationssteuerung gearbeitet.

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