Clubreise in den Schwarzwald

Der MECF veranstaltet jedes Jahr im September traditionell eine zweitägige Clubreise, zu welcher die Mitglieder und deren Familien eingeladen sind. So macht sich denn auch jedes Jahr eine bunt gemischte Gruppe mit Frauen, Kindern und Jugendlichen auf eine eisenbahnerische Entdeckungsreise.

Selbstverständlich wird die ganze Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln absolviert, wobei die MECF-ler mitunter auch keine Berührungsängste zu nicht schienengebundenen Verkehrsmitteln zeigen. Am letzten Wochenende im September 2010 stand aber ganz die Eisenbahn im Mittelpunkt. Der MECF stattete der Schwarzwaldbahn (Linie Konstanz - Offenburg) in Baden-Württemberg einen Besuch ab.

 

Wanderung bei Regen

Am Samstag führte die Reise von Flawil über Konstanz und Singen nach Hornberg im Schwarzwald. In Hornberg war der Start unserer Wanderung entlang der 1873 eröffneten Schwarzwaldbahn zurück nach Triberg. Der Wanderweg bot auf seiner ganzen Länge immer wieder Ausblicke auf die eindrücklich trassierte Bahnlinie. Die Strecke befand sich dabei mal unterhalb, mal auf gleicher Höhe und mal oberhalb der wandernden Gruppe. Petrus fand während des ganzen Tages keine Gnade mit den wandernden MECF-lern. Von der schönen Landschaft und den roten Zügen der Deutschen Bahn war da bedauerlicherweise nicht viel zu sehen. Glücklicherweise haben die lokalen Verkehrsvereine entlang des Wanderweges frei zugängliche Schutzhütten erstellt,  von welchen uns eine immerhin während dem Mittagessen Schutz vor dem Dauerregen bot.

Nach der Ankunft in Triberg durfte selbstverständlich das kulinarische Erlebnis einer Original Schwarzwälder Kirschtorte nicht fehlen. Die zuvor geleerten Energiespeicher waren da im Nu wieder gefüllt; das Nachtessen und der Schlaf in der Jugendherberge Triberg mussten dann nochmals verdient werden, liegt doch die Jugendherberge am höchsten Punkt des Dorfes Triberg.

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Modellbahn mit 100'000 Bäumen

Am Sonntagmorgen zeigte sich dann endlich die Sonne über den Hügeln des Schwarzwaldes. An diesem Tag stand jedoch der Besuch der grossen Schwarzwald-Modellbahn in Hausach auf dem Programm, gemäss eigener Werbung die grösste Modelleisenbahn Europas nach realem Vorbild. Thomas Panzer und sein Team haben in einem ehemaligen Supermarkt innert kürzester Zeit eine eindrückliche Abbildung im Massstab 1:87 der Schwarzwaldbahn zwischen dem Talbahnhof Hausauch und dem Scheiteltunnel bei Sommerau erschaffen. Auf Grund des reichlich vorhandenen Platzes konnte die Bergstrecke mit ihren weiten Schleifen in die Seitentäler sehr grosszügig und weitläufig dargestellt werden. Positionswechsel innerhalb des Anlagenraums bieten immer wieder neue Aus- und Einblicke auf die Anlage. Die sehr detaillierten Szenerien entlang der Strecke laden zum Entdecken ein.

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Vor dem Rundgang durch den Anlagenraum empfing uns Thomas Panzer. Er erläuterte uns das Betriebskonzept, die Bauweise und im Besonderen die Steuerungstechnik der öffentlich zugänglichen Anlage.

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Leider wurde die Schwarwald-Modellbahn kurz nach unserem Besuch durch einen verheerenden Brand im Nachbarhaus stark in Mitleidenschaft gezogen, so dass sie momentan nicht besucht werden kann.  Weitere Infos sind auf der Homepage der Schwarzwald-Modellbahn zu finden.

Nach dem Besuch des Modells führte die Heimreise vom Bahnhof Hausach aus über das Original südwärts Richtung Heimat.